Jahrgang 
7-12 (1810)
Einzelbild herunterladen

(691)

theil zur Folge hat noch haben kann; koͤnnte man, nach den vielen Beweiſen ihrer unſchaͤtzbaren Nuͤtz⸗ lichkeit, nun wohl einen Augenblick noch Anſtand nehmen, dieſes, gegen die Verwuͤſtungen der Schaafpocken ſo unſchätzbare Sicherungsmittel, unbedingt anzurathen? Nein, jeder vernuͤnftige Schaafvieh⸗Beſitzer wird, wenn ihm dieſe kleine Schrift in die Haͤnde koͤmmt, die in derſelben auf⸗ geſtellten Thatſachen beherzigen; und alsdann ſeine Schaafheerde gewiß nicht mehr der Wuth ihres fuͤrchterlichſten Feindes, durch unthaͤtiges Erwarten, gleichſam hingeben; ſondern die ihm hier gezeigten Waffen mit Nachdruck, und ſodann gewiß zu ſeiner hoͤchſten Zufriedenheit anwenden.

So wichtig die hier erzaͤhlten Verſuche, und ſo ſcharf⸗ finnig die Vemerkungen auch in Anſehung der eigentlichen Schaafpocken und ihrer Inokulation ſind, ſo erſchoͤpfen ſie dennoch nicht alles; und die Abhandlung wuͤrde an Intereſſe viel gewonnen haben, wenn der Verfaſſer auch die deutſchen Schriften uͤber dieſe Materie gekannt haͤtte, z. B.: Sal⸗ muths Preisſchrift, Coͤthen, 1804; Sybel, uͤber die Schaafpocken⸗Impfung, Stendal, 1805; Tolbergs Er⸗ fahrungen, Magdeburg, 1805; und vorzuͤglich unſers wuͤr⸗ digen Sicks Schrift uͤber die Schaafpocken und deren Impfung, Berlin, 185. d..

Yy 2