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ſpeckigen Feuchtigkeit beſtaͤndig umgeben; dahin⸗ gegen die Fieber des Menſchen von einer ſanſten Fettigkeit bloß ſchmeidig erhalten werden. Das Blut des Schafviehes iſt zu brandigen und krebs⸗ fraßigen Entzuͤndungen geneigt; ſeine gleichſam pergamentartige Haut iſt aller ſchleimigen Theile beraubt, und faſt beſtaͤndig mit der bekannten Fet⸗ tigkeit bedeckt, welche zur Abſtumpfung der Em⸗ pfindlichkeit das ihrige beitraͤgt.
Das Schaafpockengift macht bei dieſen Thieren ein Aufſchwellen und erzeugt Puſteln. Dieſe Ar⸗ beit gehet ſehr ſchnell und ſichtbar von ſtatten, und iſt vom Merkzeichen eines allgemeinen Koͤrperan⸗ griffs begleitet. Auch die Wirkungen dieſes Giftes ſind mehr desorganiſirend, und zeigen einen weit boͤsartigern Karakter, als der der Menſchenblat⸗ tern darſtellt.
Bei den Schaafen ſcheint die Vaccinirung bei⸗ nahe ganz die Energie zu verlieren, welche ſie bei dem Menſchengeſchlechte zeigt; da ſie im Gegen⸗ theile viermal ſo ſtark bei jenem ſeyn ſollte, als ſie bei dieſem iſt.
Iſt es, in Betracht der bisherigen Darſtellun⸗ gen, nun wohl zu verwundern, daß wir bei dem Vacciniren der Schaafe ſo wenig vortheilhaftes gefunden haben? Jedoch obwohl unſere Hoffnung,


