(2) ergruͤnden, welcher Mittel ſie ſich bedienet, um ſie in Schranken zu erhalten; aber tauſendjaͤhrige Erfahrung lehrt es, daß, wenn die Gefahr ſolcher Landplagen aufs hoͤchſte ge⸗ ſtiegen zu ſeyn ſcheint, ſie auf einmal, oft ohne bemerkliche Urſach, aufhoͤren, und wenn man ein ungeheures Heer ſol⸗ cher Inſekten erwarten mußte, nun wenig oder gar keine erſcheinen. Hierauf allein ſtuͤtze ich auch meine Hoffnung bei der Kienraupe, und ſie iſt ſo ſtark, daß ich mich nicht abhalten laſſe, neue Kienenbeſaamungen anzulegen, wo es die Lokalitaͤt erfordert. Doch halte ich es fuͤr rathſam, mit Birken, wo ſie einigermaßen gedeihen koͤnnen, abzuwech⸗ ſeln oder beide Holzarten zu mengen.
Ich moͤchte alſo auch nicht, daß der folgende intereſ⸗ ſante Aufſatz jemanden den Muth dazu benaͤhme, und ihn veranlaßte, Boden, welcher zur Kienenſchonung am meiſten geeignet iſt, einer andern Beſtimmung zu widmen.
Allein wir haben des ſaudigen Bodens ſo viel, daß alles, was auf die mögliche Kultur und Beuutzung deſſel⸗ ben Bezug hat, uns ſehr willkommen, und vielleicht fuͤr uns denkwuͤrdiger ſeyn muß, als was die Kultur des beſſe⸗ ren Bodens betrifft, indem wir dieſe ſchon beſſer kennen.
Daher verdient der folgende wohl berechnete und be⸗ gruͤndete Plan alle Aufmerkſamkeit, und es iſt nichts mehr zu wuͤnſchen, als daß der Herr Verfaſſer ihn ausfuͤhre, und uns ſomit einen großen Verſuch uͤber die verſtaͤndige und ſchonende Kultur eines mit Kienenholz bewachſen gewe⸗ ſenen Bodens gebe. Von einer unverſtaͤndigen und ausſau⸗ genden Behandlung deſſelben haben wir der Beiſpiele nur zu viele.


