teſtler
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J. Bemerkungen eines Landwirthes auf einer Reiſe durch Mecklenburg, Holſtein und Holland; im Jahre 1837.
A 18. Juli fuhr ich bei bezogenem, trübem Himmel von Berlin nach Alt⸗Strelitz. Die Cultur des Bodens auf dem Wege nach Oranienburg bietet einen merkwürdigen Kontraſt zu der im Ober⸗Barnimſchen Kreiſe dar; vielleicht, daß erſte⸗ rer der Mergel mangelt, denn ſonſt wäre es faſt unerklärlich, wie eine, einem ſo reichen Abſatzpunkte nahe Gegend, ſo öde und verlaſſen ſein könnte. In Granſee wurde Abenoͤbrod ge⸗ geſſen und es blieb Zeit genug, um das Denkmal zu beſehen, welches zum Andenken an den Durchgang der Leiche der hoch⸗ ſeligen Königin Louiſe von Prenßen geſetzt iſt. Ein ſehr al⸗ tes Thor und eine ſehr alte Kirche verdienen auch von den Reiſenden beachtet zu werden. Letztere hatte zwei Thürme von verſchisdener Form, beide von verſchiedenen Baumeiſtern ge⸗ baut. Am andern Tage, Morgens 6 Uhr, trafen wir in Neu⸗ Strelitz ein. Die Chauſſee dahin iſt noch nicht fertig und der Weg entſetzlich ſchlecht. Nachdem ich hier Schloß„Thiergar⸗ ten, Luſtgarten u. ſ. w. beſehen hatte, ging ich nach Neu⸗ Brandenburg. Der Weg hierher iſt intereſſanter; die Ufer des Tollenſee'8, welcher links liegen bleibt, ſind ſehr freundlich und
mit ſchönen Waldungen eingefaßt. Neu⸗„Brandenburg iſt viel freundlicher wie Neu⸗Strelitz. Ich beſuchte in der Umgegend
den Hrn. Ober⸗Amtmann Schröher auf Netzka, eine Domaine, Mögl. Jahrb. IV. 1


