Jahrgang 
3 (1838)
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Bei C. W. Leske in Darmſtadt iſt ſo eben erſchienen und in al⸗ len Buchhandlungen zu haben: Meine Bienenzucht, oder ausführliche Anleitung zur Be⸗

handlung der Bienen in jeder Jahreszeit. Von Chriſt.

Friedr. Ludw. Fuckel, Pfarrer und Schulinſpector zu

Reichelsheim im Herzogthum Naſſau. Mit 3 Figurentafeln

und einem Anhange, die Nutt ſche Lüftungsbienenzucht betref⸗

fend. gr. 8. geh. 22 gGr. oder 27 ¾ ſgr. oder 1 fl. 36 kr. Die Bienenzucht, wenn ſie nicht zum Tage hinein, ſondern mit Verſtand getrieben wird, bringt eben ſo großes Vergnuͤgen, als ſie nicht unbedeutenden Gewinn verſpricht. Beides duͤrfte die voran⸗ ſtehende, auch im Aeußern ſchoͤn ausgeſtattete Schrift auf die befrie⸗ digendſte Weiſe gewaͤhren. Sie, die Frucht vieljaͤhriger Erfahrung, empfiehlt hauptſaͤchlich die Behandlung der Bienen in theilbaren Wohnungen und muß, um mit dem Verfaſſer zu reden, bei richti⸗ ger Befolgung der darin ausgeſprochenen Grundſa⅞ͤtze ſich uͤberall als probehaltig erweiſen. Nach dieſer Schrift koͤnnen im Fruͤhling 20 und mehrere der Fuͤtterung beduͤrftige Stoͤcke in einer Stunde fuͤr die ganze Zeit des Nothſtandes mit dem erforderlichen Futter verſe⸗ hen⸗ koͤnnen eben ſo vielen Stoͤcken, wenn man auf den freiwilligen Abgang der Schwaͤrme nicht warten will, dieſe in ganz kurzer Friſt durch die Kunſt entnommen und kann im Herbſt eine gleich große Anzahl von Stoͤcken in einem Tage ihrer Voͤlker, ohne ſie zu toͤd⸗ ten, entledigt werden. Zum Beweiſe aber, welche Vortheile durch die empfohlene Methode errungen werden koͤnnen, ſtehe hier noch das vom Verfaſſer in der Vorrede mitgetheilte Reſultat, das ſich im Jahre 1836 herausgeſtellt hat. Es wurden naͤmlich von 16 alten uͤberwinterten Stoͤcken nach einem ſehr maͤßigen Anſchlage 146 fl. 4 kr. rein gewonnen, ſo daß alſo im Durchſchnitt ein Stock 99 fl. 7 kr. 3 pf. abwarf. Die Freunde der edlen Bienenpflege, welche Maͤnner vom Fache ſind und auch bei dieſem Zweige der laͤndlichen Induſtrie das Angenehme mit dem Nuͤtzlichen verbinden, werden eingeladen, ſelbſt zu pruͤfen und dann zu urtheilen. 4

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Vorzügliche Schrift für Seidenzucht.

Bei C. P. Scheitlin in St. Gallen iſt erſchienen:

Der 4400jaͤhrige Meiſter Seidenwurm aus China. Aus dem Chineſiſchen in's Franzöſiſche überſetzt von St. Julien. In's Deutſche frei bearbeitet von H. Henking. Preis 6 gGr. oder 7 ½ ſgr. oder 24 kr.

Der Beſitz dieſer Schrift macht alle andern Schriften uͤber Sei⸗ denzucht entbehrlich, da ſie von einem vieljaͤhrigen Seidenzuͤchter fuͤr die beſte bis jetzt erſchienene gehalten wird und nicht auf bloßen Theo⸗ rien baſirt iſt, ſondern praktiſch einfach die gruͤndlichſte und faß⸗ lichſte Belehrung giebt.