Jahrgang 
8 (1821)
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alſo, daß dieſe Zeitſchrift ihren Titel Annalen mit Recht vor manchen andern ephemeren Erſchei⸗

nungen verdiene, um ſo mehr, da ihre Fortſetzung

durch die fundirte akademiſche Lehranſtalt des Land⸗ baues zu Moͤglin auch nach meinem Ableben ge⸗ ſichert iſt. Dies Werk hat daher, wie es uns ſcheint, auch einen hiſtoriſchen Werth, weil es ei⸗ nen wichtigen Beitrag zur Geſchichte unſerer denk⸗ wuͤrdigen Zeit liefert, indem es das wichtigſte al⸗ ler Gewerbe im wechſelſeitigen Bezuge auf die buͤrgerlichen und politiſchen Zeitverhaͤltniſſe darſtellt.

Die Data zu dieſen Berichten erhielt ich vor⸗ mals durch die regulairen Mittheilungen, welche uns gefaͤllige Correſpondenten in Niederſachſen zu beſtimmten Zeiten machten. Hier haben wir dies

nicht erreichen koͤnnen, aber dafuͤr halten uns die haͤufigen Beſuche einſichtsvoller Reiſenden, die

zwar ungeregelte aber ausgedehnte Correſpondenz, welche von uns und den hieſigen Akademiſten ge⸗

fuͤhrt wird, ſo wie die Reiſen, die ich jaͤhrlich

ſelbſt mache, ſchadlos, und ich darf ſagen, daß ſich hier zuverlaͤſſige Nachrichten uͤber landwirthſchaft⸗

liche Ereigniſſe mehr wie irgendwo concentriren. Der Handel mit den wichtigſten Produkten iſt

immer mehr ein Welthandel geworden. Jeder

Stadtmarkt haͤngt jetzt vom allgemeinen Welt⸗

markte ab. Das Steigen und Fallen des Getrei⸗ des, der Wolle, der Butter, des Tabacks, des