Jahrgang 
7 (1821)
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ben. Ob das Clima die Abartung bewirkt habe, ſcheint zweifelhaft, da es in einem und demſelben Lande Abarten giebt, die ſehr verſchieden bleiben, wenn ihre Bluts⸗Vermiſchung verhuͤtet wird. So zaͤhlt man in Brittanien 14 ganz verſchiedene Ra⸗ cen. Wir ſetzen hier aber dieſe in die Augen ſprin⸗ gend verſchiedenen Arten bei Seite und beſchäͤfti⸗ gen uns nur mit der feiner nuͤancirten Verſchie⸗ denheit der eigentlichen Merinos, deren Unterſchei⸗ dung ſchon ein ſchaͤrferes Auge erfordert, und al⸗ lenfalls mit dem Mittel⸗Schlage, welcher aus ih⸗ rer Durchkreuzung mit deutſchen Schafen entſtan⸗ den iſt; es ſey denn, daß wir etwa analogiſche Gruͤnde aus den bei andern Racen gemachten Be⸗ pbachtungen hernehmen wollten.

Die Merinos fanden ſich einzig und allein in Spanien, und man hat in keinem Lande in neue⸗ rer Zeit ein Schaf angetroffen, welches ihre Ei⸗ genthuͤmlichkeiten haͤtte oder eine Wolle truͤge, die

der ihrigen gleich waͤre. Zu der Roͤmer Zeiten war

aber gewiß kein ſolches Schaf in Spanien; ſie ſind alſo, wie auch die Tradition ſagt, daſelbſt einge⸗ fuͤhrt. Auch waren ſie his zur neueſten Zeit nur in den wandernden Heerdem, die das Recht der Meſta hatten, die uͤbrigen Land⸗ ⸗Schafe waren ganz anderer und grobhaariger Art, weil man in Spa⸗

nien ſelbſt glaubte, daß jene nur bei den Wande⸗

rungen beſtehen koͤnnten, wovon man jedoch jetzt