Jahrgang 
4-6 (1812)
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Nicht im aufgeſtellten Vieh, ſondern in den vegetabiliſchen Produkten liegen die Ertragskraͤfte eines Landguts, und eine und dieſelbe Maſſe Fut⸗ ter gewaͤhrt unſtreitig einen hoͤhern Ertrag, wenn ſie von einem Thiere conſumiret wird, als wenn deren zwei damit unterhalten werden. Die Urſa⸗ che davon iſt leicht einzuſehen. Das thieriſche Le⸗ ben, die Pflege, das Kapital der Anſchaffung, und das Riſico verhalten ſich bei zwei Thieren ge⸗ gen eins wie 2: 1, indem die Futter⸗Reſultate in einem und zwei Thieren eine und dieſelben ſind.

Fuͤr den erſten Augenblick iſt die Kaſſe des Grundeigenthuͤmers, wenn er ſein Vieh oder die Nutzung deſſelben in Pacht gegeben hat, bei einer vermehrten Anzahl wohl allerdings beſſer daran; aber wenn hernach der Futtermangel eintritt, ſo wird der Paͤchter und der Viehſtapel zu Grunde gerichtek.

Nur in dem einzigen Falle ſollte die Vermeh⸗ rung des Viehes Statt haben, wenn das gewon⸗ nene Futter durch das vorhandene Vieh nicht vor⸗ theilhaft aufgezehrt werden kann.