Jahrgang 
7-12 (1805)
Einzelbild herunterladen

e)

Unterhaltungen meine Frage war: aber warum unternehmen Sie dieſe gruͤndliche Verbeſſerung nicht, da Sie ſelbſt die Nuͤtzlichkeit einſehen? Weiß ich, ob ich den Nutzen davon ziehen wer⸗ de? die Pflicht fuͤr meine Familie zu ſorgen liegt mir naͤher! Koͤnnen Sie, Herr Vollborth, kann ich etwas dagegen einwenden? Und das ſind gleichwohl Pachter ad Dies vitae!

Ehedem, vor 30, 40 Jahren waren zwar auch Pachter bei alle denen Gutsbeſitzern, die ih⸗ re Guͤter nicht adminiſtriren konnten oder woll⸗ ten wie Sie dieſelben richtig claſſificirt ha⸗ ben aber welcher ungeheure Unterſchied gegen jetzt, ſowohl der Zahl, als der Guͤte nach? Ungeheuer wiederhole ich nochmals!

Verſpottet, verachtet und verlacht war derje⸗ nige, der ein hoͤheres Pachtgeld bot, wenn man ihm die Guͤter auszubauen und auszu⸗ ſoͤmmern geſtatten wollte.

Damals mußte jeder Pachter darnach ſtre⸗ ben das Gut in immer beſſern Stand zu ſetzen, davon hing ſein ganzer guter Ruf, ſeine ganze Exiſtenz als Pachter ab! Dann konnte er aber auch ſichere Rechnung darauf machen: Ad dies vitae Pachter zu bleiben.