Jahrgang 
7-12 (1806)
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ſetzung. Wenn nun nach Verlauf von einem oder mehreren Decennien der Wunſch rege werden ſollte, daß doch mehrere Aecker, von Hut und Trifft be⸗ freiet, und dem Fruchtwechſel gewidmet wuͤrden: ſo komme die Obrigkeit ihm auf halden Wege ent⸗ gegen, und begnadige wiederum einen andern zehnten Theil der Feldmark mit dem gewuͤnſchten Rechte, und ſo gehe es fort bis in die Zeit der Voll⸗ endung, welche vielleicht erſt ſpaͤte Enkel erleben. Doch dieſe glaͤnzende Periode wird und muß in der Zukunft erſcheinen, wenn die Gegenwart den er⸗ ſten Funken dazu auſſchlaͤgt.

Oder ſollte es nicht moͤglich ſeyn, das beſthlee⸗ kene Ideal ganz zu erreichen? Einige Aecker wer⸗

den und koͤnnen immer brache liegen, mitten im augebaueten Felde; dieſe ſind kein Flecken im An⸗

geſicht des Ganzenz ſie gehoͤren zur Vollkommen⸗ heit des Ideals, das auf kleinen Guͤtern unter

denkenden Wirthen weit leichter zu erreichen k, nals auf großen Ritterſitzen.

Stadtilm, den 1. Sept. 1806,

Aug. Hoffmann.