Jahrgang 
7-12 (1806)
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(22²0) ſame Weide, und doch will er der Ackerzahl nach eben ſo viel Vieh zur Heerde ſchicken. Der Eine liebt die Haltung des Rindviehes; der Andere hat ſeine Wirthſchaft auf viele Schafe eingerichtet; dieſer erzieht Fohlen, jener lieber Schweine wie ſoll es nun mit der Weide werden? Der Eine hat Vermoͤgen, die Sache durch Geld und Menſchen⸗ haͤnde durchzuſetzen; der Andere nicht. Alles die⸗ ſes giebt Gelegenheit zu Zwiſt, Streitigkeiten, Pro⸗ zeſſen und Verdruß, und ſo entſteht eine Unzufrieden⸗ heit, wobei alle ſchoͤne Plane ſcheitern, und man wuͤnſcht die alte Ordnung der Dinge hergeſtellt.

Daher muß eine ſolche Wirthſchaftsveraͤnde⸗ rung eine ganz andere Form haben, als diejenige der iſolirten großen Landguͤter, wo keiner zum all⸗ gemeinen Beſten etwas beitragen darf, ſondern jeder nur fuͤr ſich wirthſchaftet und handelt.

3) Man theile die Aecker der Feld⸗ flur nicht in Felder und Schlaͤge ein, wie dieſes auf ſeparirten Guͤtern ge⸗ ſchieht, ſondern man bewirthſchafte je⸗ den Acker fuͤr ſich, und gebe jedem nach ſeiner Guͤte und Beſchaffenheit eine beſondere Fruchtfolge.

Die Eintheilung der Aecker in Felder und Schlaͤge iſt gar kein weſentliches Erforderniß der