Jahrgang 
1-6 (1807)
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ſetzen, theile ich den Grundriß mit, wonach ich meinen Inhoͤrern die Geſchichte der Landwirth⸗ ſchaft muͤndlich ausfuͤhrlicher vorzutragen die Ab⸗ ſicht hatte, wenn ſie nicht durch die Kriegesunru⸗ hen abgehalten waͤren, ſich fruͤh genug in hinlaͤng⸗ licher Zahl, nachdem alles zu ihrer Aufnahme in Bereitſchaft geſetzt war, zu verſammeln. Viel⸗ leicht iſt es nicht fruchtlos, die Schickſale, welche der Ackerbau in Deutſchland erlitten hat, in einem Blicke zu uͤberſehen, zu einer Zeit, wo mit der Kriſe aller politiſchen und merkantiliſchen Ver⸗ haͤltniſſe auch dem Ackerbau eine ſolche bevorſte⸗ het. Daß der Schluß dieſes Aufſatzes noch in an⸗ ſcheinend ruhigen Zeiten geſchrieben war, erhellet von ſelbſt.

Dies Gemaͤhlde iſt nur aus unſerm Stand⸗ punkte aufgenommen worden. Von einem weiten Horizonte verengert ſich der Bogen des Sehewin⸗ kels immer mehr, aber die Gegenſtaͤnde werden groͤßer und deutlicher, und fuͤllen mehr den Raum. Wir beſchraͤnken uns zuletzt nur auf das noͤrdliche Deutſchland.

Ich glaubte die Einleitung zu meinen ſyſtema⸗ tiſchen Vorleſungen der Landwirthſchaftslehre nicht zweckmaͤßiger, als mit der Geſchichte dieſes Ge⸗ werbes machen zu koͤnnen. Sie giebt einen allge⸗

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