Jahrgang 
12 (1807)
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verſchenkt, ſondern das Stuͤck fuͤr 16 Schillinge verkauft. Das beſte Mittel, den Obſtbau zu be⸗ foͤrdern, iſt unſtreitig dasjenige, wodurch der Land⸗ mann angeleitet wird, ſelbſt Hand ans Werk zu legen. Dies moͤglich zu machen, iſt nicht ſchwer, aber es muß freilich auf die rechte Art angefangen werden.

Auch iſt zu Duͤſternbrook eine Forſtbaumſchule. Kiel hat, wie bekannt, eine Anſtalt, wo junge Maͤnner, die ſich dem Forſtweſen widmen, unter⸗ richtet und gebildet werden. Fuͤr dieſe kann eine ſolche Baumſchule ſehr wichtig werden, wenn ſie, woran ich nicht zweifle, darnach eingerichtet iſt, und gehoͤrig benutzt wird.

Warum Kiel als Univerſitaͤt aber noch keine Anſtalt hat, wo Kameraliſten, Juriſten und an⸗ dere hier ſtudirende Maͤnner diejenigen theoreti⸗ ſchen und praktiſchen landwirthſchaftlichen Kennt⸗ niſſe ſich erwerben koͤnnen, die ſie in ihrem kuͤnf⸗ tigen Berufe unumgaͤnglich beduͤrfen, iſt mir un⸗ begreiflich, ſo wie es mir ebenfalls unbegreiflich iſt, daß man in meinem Vaterlande, wo doch die Landwirthſchaft eine Sache von großer Wichtig⸗ keit zu ſeyn ſcheint, uͤberhaupt fuͤr die wiſſenſchaft⸗ liche Bildung junger Landwirthe bisher noch ei⸗ gentlich gar nichts gethan hat.