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Ganzes betrachtet, ſie muͤſſen, zu wechſelſeitiger Er⸗ ſparniß von Menſchen und Zugvieh, eines des an⸗ dern Vieh großziehen, in der Arbeit beiſpringen u. ſ. w.; ich halte es daher fuͤr Pedanterei, jedem eine aparte Rechnung zu widmen, die doch nie ein reines Reſultat gewahrt. Jeder Beamte darf alſo nur ein Journal oder Tagebuch fuͤhren; dies zer⸗ faͤllt in Geld⸗, Naturalien⸗ und Arbeits⸗Journal, wovon ſtets eines das andere kontrollirt. Als Be⸗ lege dienen, außer den Quittungen beim Gelde, die Kerbſtoͤcke mit den Voͤgten, Schleusnerinnen, Schaͤfern, Dreſchern, Saͤeleuten u. ſ. w., dieſe muͤſſen dem Rechnungsreviſor*)(der Herr mag dies ſelbſt ſeyn, oder es einem andern uͤbertragen haben) die Data und Belege zur Ausmittelung der Richtigkeit der Rechnung in facto et calculo an die Hand geben. Außerdem wird im Rech⸗ nungsfach von dem Beamten nichts gefordert, und er darf nur taͤglich, und manches woͤchentlich hier genau eintragen. Kein Monatsſchluß, Jahres⸗ rechnung oder Abſchluß entzieht ihm Zeit, die er
*) d. h. demjenigen, der unterſuchen ſoll, ob die Rechnung richtig iſt; dies kann meiner Einſicht nach weit eher, als die Fuͤhrung des Manuals, einem andern uͤber⸗ tragen werden.
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