Jahrgang 
8 (1807)
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merk beim Brachhalten, und zwar oft auf alle dieſe zugleich. Andere kleinere Landwirthe be⸗ haupten, wenigſtens drei Zwecke dadurch immer erreichen zu koͤnnen. Es ſind folgende:

1) Unkräuter aus Landſtuͤcken zu vertilgen;

2) die urbare Oberflaͤche mehr, als durch Frucht⸗ bau im Brachjahre geſchehen koͤnne, aufzu⸗ lockern;

3) dem Acker neue Kräfte zur Befoͤrderung der Vegetation fuͤr folgende Jahre zu verſchaf⸗ fen;

4) Eine geſundere und auch wohl reichlichere Weide, beſonders fuͤr Schafheerden, ohne Ausſaat und Beſtellungskoſten zu gewinnen.

Ich ſetze zu dieſen angeruͤhmten allgemeinen Empfehlungsgruͤnden noch ſechs folgende, von Inhabern großer Oekonomieen anfuͤhrbare Urſa⸗ chen zum Brachhalten hinzu:

5) Anwendung des Huͤrdenlagers auf einige Wochen, wenn alle Fruͤchte uͤber Sommer eben beſtellt ſind, keine Aecker mehr bloß lie⸗ gen, worauf etwa noch zu Ruͤbſen, Kohl, Ruͤben, die Huͤrdenlager anzubringen ſtaͤn⸗ den; und inſonderheit da, wo man keine Wicken oder Erbſen vor erlangter Reife zu Heu machen will;