Jahrgang 
3-6 (1811)
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Land ward ſtellenweiſe ſehr unrein. Bei der kleinen Ackerflaͤche war das zu Lein erforderliche Land niemals entbehrlich, und bei der zuneh⸗ menden Kraft des Bodens war der Verluſt noch groͤßer. Ich ſchaffte daher dieſe Gewohnheit ab, und gab dem Geſinde ſo viel Geld, daß es ſich an andern Orten eine gleich große Ackerflaͤche mie⸗ then konnte. Dieſe baare Ausgabe ward durch die Selbſtbenutzung des Landes, den Vortheil des auf dem darauf gewonnenen Produkte er⸗ haltenen Duͤngers ꝛc. mehr als reichlich erſetzt. Auch ſaͤete ich ſelbſt keinen Lein mehr aus, weil nur beſondere Stellen dazu ſchicklich ſind, die dem Getreidebau hätten entzogen werden muͤſſen; weil der Lein den Acker ausſaugt und dem Lan⸗ de nichts wieder giebt; letzterer Umſtand aber bei dieſer Lokalitaͤt vorzuͤglich beruͤckſichtigt wer⸗ den muß.

Mit der Abwaͤſſerung der Lehden ward fort⸗ gefahren und die ſumpfige Flaͤche durch eine große Menge verdeckter Abzuͤge trocken gelegt. Dieſe Anlage hat mir viel Muͤhe und Nachdenken ge⸗ koſtet bei Ermangelung ſachkundiger Arbeiter. Die Urbarmachung war ein ſehr ſchwieriges und koſtſpieliges Unternehmen, da das Terrain aus lauter Gruben und Huͤgeln beſtand, und das Erd⸗ reich vor alten Zeiten Forſt voll Wurzeln und großer Steine war. Doch wurden gegen 40 M. aufgebrochen, und ſind jetzt in einem voͤllig urba⸗ ren Zuſtande. Der Krieg mit ſeinen Folgen ver⸗