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Aber ich wiederhole— was ich ſchon weiter oben angefuͤhret habe— daß ich mir getraue, faſt die naͤmlichen Reſultate von 43 unſerer Landgüͤter zu liefern. Wir laſſen uns nur zu ſehr von dem Schein truͤgen. Eine gute Ernte laͤßt uns viele ſchlechte uͤberſehen. Hat man genaue Rechnungen von vielen Jahren vor ſich liegen; ſo ſind die Reſul⸗ tate ganz anders.
Abſichtlich habe ich uͤberdies bei der Anwen⸗ wendung des Calcüuͤls auf ein gegebenes Landgut die Viehnutzung deſſelben ſehr hoch gerechnet, indem dadurch jeder Centner des gewonnenen Heues, als zu 8 gr. 10 pf. Netto benutzt, angenommen iſt.
Man wolle ferner nicht glauben, und ich be⸗ haupte es nicht, daß die angegebene ſo aͤußerſt ge⸗ ringe Production nicht erhoͤhet werden koͤnnte. Man wird dem naͤmlichen Boden vielleicht mehr als das drei⸗ und vierfache abgewinnen koͤnnen, wenn man ihn naturgemaͤß behandelt, und wenn man ihn nicht — mit Gewalt und mit großer Anſtrengung— zwingen will, etwas zu thun, was der Natur der Dinge ganz entgegen iſt. Achteten wir doch mehr auf die Erfahrung! Sie lehrt unter andern— um bei jenem Beiſpiel ſtehen zu bleiben—
daß 73 Morgen guter Boden(dreifeldrig), in
ſehr gutem Stande, gut bearbeitet, nach rei⸗ Tt 2


