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ſo gut war, ließ ich ihn ſtehen, und er iſt naͤchſt meinem gedrilleten Rocken der beſte geworden, den ich geſehen habe. Freylich war dies ein lo⸗ ckerer Gartenboden, und dies Factum ſoll weiter nichts beweiſen, als daß Froſt, der das Rocken⸗ ſaatkorn in der Erde uͤberfaͤllt, ihm nicht ſchaͤd⸗ lich ſey. Dieſer Rocken muß gerade in der Milch gelegen haben— wie man es nennt— als er vom Froſte getroffen wurde. Ich bin zwar laͤngſt von der Unſchaͤdlichkeit des den Rok⸗ ken in der Erde befallenden Froſtes uͤberzeugt. Denn obgleich der luͤneburgiſche Haidbauer den ganzen Winter hindurch bey offenem Wetter ſaͤet, ſo wie er das Land mit dem friſchgemachten Miſte beduͤngen kann, der Froſt folglich den Rocken in jedem Zuſtande trift; ſo habe ich doch nie gehoͤrt, daß Rockenſaat ganz zuruͤck geblieben ſey. Aber ich finde die Beſorglichkeit bey andern Oekonomen faſt allgemein, und insbeſondere in dieſem November⸗Monat, wo manche Einſaat ſich verſpaͤtet hat, und der Froſt ſo fruͤh einge⸗ treten iſt. Und ich mache es mir zur angeneh⸗ men Pflicht, unnöthige Beſorglichkeiten zu ver⸗
hindern. Thaer.


