Jahrgang 
2 (1824)
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VIII

bealeiteten Regen verurſachten Ueberſchwemmungen,

koͤnnen manchem beſaͤeten Felde geſchadet haben.

In den Marſch-Gegenden und im lehmigen Boden

iſt ſicherlich manches Saatkorn verfanlt, und

Mehiches Weitzenfeld wird im Fruͤhjahre ſehr duͤnne ehen⸗

Unter dieſen Umſtaͤnden muß die Anzeige will⸗ kommen ſeyn, daß die an vielen Orten verſuchte Ausſaat des weißen Engliſchen Weitzens im Februar und Maͤrz über alle Erwartung gelungen iſt. In Englands mildem Klima war ſie nie ungewoͤhnlich. Im noͤrdlichen Frankreich war ſie ſo allgemein ge⸗ worden, daß, den Berichten der Pariſer Landwirth⸗

ſchaftlichen Geſellſchaft nach, man im Fruͤhjahr nach dem harten und langen Winter von 1822 auf 1823 beſorgt war, ob die faſt gaͤnzlich bis dahin verſchobene Ausſaat im Maͤrz wuͤrde vollendet wer⸗ den koͤnnen. Die ſpaͤtern Berichte zeigten das voͤllige Gedeihen derſelben an. Dadurch ermuntert, beſaͤete ich im Februar in Flotbeck zwei Felder mit weißem Engliſchen Weitzen. Erſteres ſtand auf 730 Grad Ertragsfaͤhigkeit, lehmigter Sand. Ich ſaͤete am aaſten Februar 1824. Der Ausdruſch iſt vollendet; ich habe 18,80 Himpten Weitzen, à 45 Pfund am Gewicht, geerndtet auf 100 QRuthen, oder 9 Tonnen auf die Tonne Lan⸗ des von 225 Pfund pr. Tonne.

Das zweite Feld, ein mehr Lehm enthaltender Boden und daher bei etwas geringerer Ertrags⸗ faͤhigkeit, von faſt gleichem Ertrage fuͤr Weitzen, ſtand auf 642 Grad. Ich ſaͤete am 23ſten Februar, und habe geerndtet 18,67 Himpten, a 44 Pfund, auf 100 QRuthen oder beinahe 9 Tonnen auf die Tonne Landes a 220 Pfund pr. Tonne.

Mein Herbſt⸗Weitzen ward gemaͤht vom 3ten bis den I1ten Auguſt, und dieſer Fruͤhjahrs⸗Weitzen den 18ten und den 2oſten Auguſt.