Jahrgang 
3 (1803)
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so wie bis dato auch die gedeihlichste Witterung ihre Bewurzelung und Bestaudung begleitet. In son⸗ stiger Hinsicht hat man allerdings Ursache, bey dem großen Ausfall an rauhem Futter der Winterfüt⸗ terung wegen besorglich zu seyn, um so mehr, wenn manchen Vorbedeutungen nach ein harter Winter eintreffen sollte; denn dieser Ausfall ist auch hier so groß, daß er auf manchen Höfen in die hundert Fuder geht.

Irgend vorsichtige Landwirthe lassen auch diese Besorgniß nicht aus der Acht, und entledigen sich nach Möglichkeit alles entbehrlichen Viehes, wozu man hiesigen Landes um so mehr Veranlassung hat, als man es wirklich aus den Augen verlohren zu haben scheint, daß Kornbau das Principale der meck⸗ lenburgischen Landwirthschaft sey, und man diesem zum Nachtheile die Holländereyen über Gebühr ver⸗ gröͤßert hat, woraus schon das leicht vorauszuse⸗ hende Uebel entstanden ist, daß man die großen Brachschläge nicht genüglich bedüngen kann, indem das Stroh so sehr zu Häcksel verschnitten und mit dem Vieh verfüttert werden muß, daß man nicht hinlänglich unterstreuen kann, als welches den Düngschatz von Jahr zu Jahr abändert; und das hat vorzüglich in diesem Jahre die Folge, daß man das abgängige und überflüssige magere Vieh (denn mit dem feisten im Grase fiel es überdem schlecht aus) äußerst wohlfeil hat wegschlagen müssen.

Der gute Herbst indessen, da das Vieh noch immer auf die Weide getrieben werden konnte, und sofortige continuirliche vernünftige Ersparung beim Futtern, durften denn doch hiesige Lande vor wirk⸗ licher Futternoth sicher stellen.