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sind die Ansichten der Gegenwart über das Verhältniß und die Stellung der Eiche unter den übrigen Forsthölzern und über die Pflichten, die hieraus für unsere Zeit rücksichtlich unserer Nachkommen hervorgehen?
96. Welche Erfahrungen kann unsere Zeit über die Erfolge der Versuche anführen, sehr holzarmen Gegenden durch die Kultur schnellwüchsiger Holzarten zu dem nöthigen Holzbedarf zu verhelfen?
97. Welche Mittel stehen uns zu Gebote, um dem bereits in vielen Gegenden drohenden oder auch schon wirklich vorhandenen Mangel an Bauholz und Brennmaterial zu begegnen, und zwar: à) im Wege der Anpflanzung und Baumzucht in und außer den Waldungen?— b) des Aufsuchens und Baues auf Braun- und Steinkohlen?— C) der Holzersparung bei Baulichkeiten bezüglich der Menge und Dauer?— d) der Ersparung des Brennmaterials bei Heitzung der Zimmeröfen, Kochherde und bei mit Feuer arbeitenden Gewerben?
98. Welche Maßregeln wären anzuwenden, um bei der Durchforstung der Wälder und bei der Verbindung des Feldbaues mit der Waldwirthschaft so leicht möglichen Uebergriffen im Abtriebe des Holzes und in der Benützung der Wald— weide vorzubeugen?
99. Es werden gedrängte Darstellungen über die Organisation der Wald— wirthschast in ganzen Bezirken gewünscht, wodurch interessante Vergleichungen zwischen der Produktionsfähigkeit des Aubodens, des Mittel- und Hochgebirges veranlaßt werden dürften.
100. Insbesondere wären recht viele Erfahrungen wünschenswerth über die Benützung des Aubodens zu der verschiedenen Holzzucht und über die Rückwirkung dieser Benützungsweise auf das gesammte angränzende, dem zeitweisen Uebertritte der Gewässer ausgesetzte Strom- und Flußgebiet, so wie auf das Strom- und Flußbeet selbst.
Brünn den 25. Mai 1840.
Der Vorstand der vierten Versammlung deutscher Land⸗ und Forstwirthe.
Franz Graf von Zierotin. Prof. Restler.


