ein fränkisches Malter, oder 4 auf einen Bam⸗ berger Scheffel gehen, mit 12 Kreuzer. Nun aber muß die Metze mit 18 bis 20 Kreuzer bezahlt werden. Die Neigung des Landmanns ist so groß zu ihm, daß die Besitzer der Gru⸗ ben nicht in Menge genug vorräthig verschaffen köͤnnen. Auch giebt man sich von allen Sei⸗ ten Mühe, neue Gypsbrüche aufzufinden. Allein sie sind selten zu entdecken. Dafur er⸗ hält man um so mehrere vortheilhafte Kalk⸗ gruben, mit dessen Gebrauch man eben so zu⸗ frieden wird, als mit dem Gypse. Gebrann⸗ ter und ungebrannter wird fast mit glei⸗ chem Vortheile benutzt, wenn er nur immer genugsam in Staub verarbeitet und zweckmäßig angewendet wird.
Bey meinen Untersuchungen habe ich viererley Arten Gyps unter dem in Franken vorräthigen aufgefunden. Einen, der mehr Kalk als Gyps war, d. h. mit äußerst wenig Schwefelsäure ge⸗ tränkt. Einen anderen, der mehr als zur Hälfte mit Schwefelsäure gesättigt; einen dritten, der vollkommen übersättigt war, wo noch sehr viel freier Schwefel vorhanden;— einen vierten end⸗ lich, der nebstdem mit vieler organischen Materie durchmischt war. Die Güte von allen verhält sich wie das Gewicht. Je schwerer, desto mehr Wirkungskraft. Doch war der mit seiner ver⸗


