Jahrgang 
3 (1800)
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Vorrede

vbon Albrecht Thaer.

Die Noth, die Mutter so mancher Erfin⸗ dungen, lehrte auch die Lüneburger Heidbe⸗ wohner, bey ihrem großen Futtermangel, früh die Benutzung der Bäche zur Wiesen⸗ bewässerung kennen. Wir haben eine be⸗ trächtliche, erweislich über zweyhundert Jahr alte Anlage dieser Art in der Amtsvoigtey Fallingbostel, in der Gegend von Meis⸗ sendorf, wo das Wasser eines kleinen Flusses durch angebrachte Stauschleusen zu einem höheren Wasserspiegel gehoben und in Zuleitungs⸗Canäle getrieben wird, aus wel⸗ chen es sich über die Wiesen ergießt. Diese Bewässerungsanstalt hat ihre alten Vor⸗ schriften und Regeln, nach welchen die sämmt⸗ lichen Wiesen, eine nach der andern, in be⸗ stimmter Ordnung das Wasser erhalten, zu 2.