Jahrgang 
4 (1799)
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Dächer, haben in der That, für die gewöhnli⸗ chen Stroh⸗Dächer so wesentliche Vorzüge, daß

mit diesen Dächern versehene Häuser einigen schrecklichen Feuersbrunsten, womit diese Stadt vormals heimgesucht war, gleichsam getrozt hat⸗ ten, andere, hart an diese anstoßende mit Stein⸗ Dächern versehene Gebäude hingegen, bis auf den Grund abbrannten.

Ein im Herbst des Jahrs 1795 entstandener fürchterlicher Brand, der die gesammten Ge⸗ bäude eines beträchtlichen Ritterguthes, mit der darin befindlichen ganzen Erndte an Getreide und Futter verheerte, gab die Veranlassung, daß mehrere Anfragen an mich ergingen, ob es nicht möglich sey, leichte, wolfeile und feuersichere Dächer für Wirthschafts ⸗Gebäude auf dem Lande ausfindig zu machen. Ich beantwortete dies im aten Supplements⸗Stücke der Mo⸗ natsschrift von und für Meklenburg v. J. 1795. Doch ist mir nicht bekannt gewor⸗ den, daß man hierauf Rücksicht genommen hätte. Im Jahr 1794 erschien die vortrefliche kleine Abhandlung vom Herrn Gilly: Beschrei⸗ bung der! Feuer abhaltenden Lehm⸗ schindel⸗Dacher, nebst gesammelten Nachrichten und Erfahrungen über die Bauart mit getrockneten Lehm⸗ ziegeln. Berlin, 1794. 8. Imgleichen der Nachtrag zu der Beschreibung' der Feuerabhaltenden Lehmschindel⸗Da⸗