Jahrgang 
3 (1799)
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Daß die Schaafe an wenig Orten reichliche Futterung erhielten, und also mager und mit weniger Wolle durch den Winter kommen musten, erhellet von selbst. Bey dem schlechten kalten Frühlahre erholten sie sich nicht. Daher kamen wenig Lämmer auf, und oft musten zwey getödtet werden, um eins zu erhalten.

Die kärgliche Wolle der gewöhnlichen Schaafe, bezahlte den Aufwand nicht; da obendrein so we⸗ nige Nachfrage danach ist, daß sie noch nm 6

wohlfeiler wie voriges Jahr, der Stein von 22

Pfunden, zu 33 bis höchstens zu 44 Rthlr. ver⸗ kauft wird. Die veredelte Wolle ist dagegen im Preise gestiegen und wird sehr gesucht. Im Han⸗ noverischen hat man sie anfangs zu 94, hernach zu 10 Rthl. verkauft. Die völlig veredelte ist aber von den Gebrüdern Degener und den Commissionairs der sächsischen Fabrikanten bis 14 und 13 Rihlr. in Golde bezahlt worden. Für die in der ersten Generation veredelte, hat man im Magdeburgischen schon 7 Rthlr. erhalten. Man braucht nicht mehr Abnehmer zu suchen; sie drängen sich herbey. Daher gehen die ein⸗ sichtsvollesten Wirthe, die lange zweifelten und prüften, doch nun zu ber Spanischen Race über. Ann. d. Nied. Landw. Ir J. 35 H. 2