„Koͤmmt nun die Elb-⸗-Ueberſchwemmung ſchon Ausgang Februars, oder doch wenigſtens Anfangs Maͤrz, wie jezt der Fall iſt; ſind hier⸗ naͤchſt die Felder im Anfange des April-Monats wieder Waſſerfrei, koͤnnen die am hoͤchſten bele⸗ gene Fluren bald darauf mit Sommer-Korn be⸗ ſtellet werden, und kann man bey trockener Wit⸗ terung bis Urbanus(2sſten May) mit der hier am mehreſten geltenden Hafer⸗Ausſaat ohnun⸗ terbrochen fortfahren, ſo iſt kein Schade dabey, wenn auch alle, im Ganzen hier unbetraͤchtliche, Winter⸗Saat verlohren gehet. Auch der beſte Marſch⸗ Boden iſt erſchoͤpflich. Durch Stallmiſt und den Weidegang kann man ſolchem uͤberall nicht zu Huͤlfe kommen. Alles dieſes berichtiget nun der Elb⸗Schlick auf einmal. Dies wiſſen die Elb-Bewohner recht gut, und desfalls ſagen ſie: es wuͤchſe keine Heide darnach. Wenn hin⸗ gegen die Ueberſchwemmung ſpaͤter koͤmmt, das Waſſer langſam faͤllt, hiernaͤchſt aufs neue wie⸗ der waͤchſet, und uͤberdem naſſe Witterung ein⸗ tritt, mithin die Aus ſaat des Sommer-Korns unbebeutend bleibt, ja wohl gar Weiden und Wieſen nicht genuzt werden koͤnnen, ſo wie es hauptſaͤchlich 1771 hier der Fall war; ſo iſt es allerdiugs auch für die hieſige Gegend un⸗ gluͤcklich.“
Jahrgang
2 (1799)
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