Jahrgang 
1 (1799)
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Ein Morgen iſt ein ſehr gebraͤuchlicher Ausdruck fuͤr eine beſtimmte Flaͤche Landes. Aber der Groͤßen⸗Begriff, welchen man da⸗ mit verbindet, iſt in verſchiedenen Gegenden ſehr erſchieden.

An vielen Orten, auch auſſer dem Han⸗ noveriſchen, rechnet man nach Calenbergi⸗ ſchen Morgen, welche 120 16fuͤßige Ruthen nach Hannoveriſchem Fuß⸗Maaße halten. An manchen Orten nimt man es aber ſo genau mit der Ausmeſſung nicht, ſondern nennt einen Morgen, wohin man gewoͤhnlich 2 Himten Rocken ſaͤet. Da aber mehrentheils mehr als 2 Himten auf 120 Quadrat Ru⸗ then geſaͤet wird, ſo iſt eine ſolche Flaͤche meh⸗ rentheils kein voller Morgen, oft nicht mehr als 100 Quadrat⸗Ruthen.

In den Marſch⸗Gegenden, ſowohl dis⸗ ſeits als jenſeits der Elbe, haͤlt ein Morgen 450 bis 600 Quadrat⸗Ruthen. Ich ge⸗ traue mir noch nicht genau anzugeben, wie viel er grade in dieſer oder jener Marſch-Ge⸗ gend halte, üͤnd wuͤnſche daruͤber von unſern Correſpondenten Belehrung zu erhalten.

Im Preußiſchen hat der gronßſe M dor⸗ gen 400 Rheinlaͤndiſche 12fuͤßige Quadrat⸗ Ruthen, welche 26121 Calenbergiſche aus⸗ nachen. Der kleine oder Magdebur⸗ giſche Morgen hat 180 Rheinlaͤndiſche Quadrat⸗Ruthen, welche 11771 Calenber⸗ giſchen gleich ſind.