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großen Abbruch gethan. Und dieſe Meinung kann ſich nur auf den Mangel einer genaueren Bekanntſchaft mit dem Weſentlichen dieſer Wirthſchaften gruͤnden. Wie wenige Land⸗ wirthe haben bey uns einen Begrif von den Vortheilen, welche die Verkoppelung im Hol⸗ ſteinſchen und Meklenburgiſchen gewaͤhrt! Sie haben gehoͤrt, daß man dort wenigſtens 300 Quadrat Ruthen guten Bodens auf eine Kuh⸗ Weide rechne, daß man dann fuͤr eine Kuh 3 Rthl. Pacht erhalte, wofüͤr man ſie aber durchwintern und dem Paͤchter noch allerley Vortheile zugeſtehen muß, und darum die Hälſte des Ackerlandes zu Anger liegen laſſe. Gott bewahre uns, ruft man, fuͤr Koppel⸗ Wirthſchaft!— Jenſeits der Elbe begreift man dagegen nicht, wie ſich mit einigem Vor⸗ theile und Vergnuͤgen da wirthſchaſten laſſe, wo man ſein Land, in einzelnen Strichen, zwiſchen andern herausſuchen und gemeine Braach⸗ und Stoppel⸗Hude, nach hergebrachtem Gebrauche darauf leiden muß.
Allein ſo gewiß es iſt, daß das Weſent⸗ lche der Holſteiniſchen und Meklenburgiſchen


