Jahrgang 
6 (1799)
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28, von Drais Unterricht

Heim in den Rhein ziehen. Alljährlich wird daher in Hiesiger- Gegdönd: eicenes und tannenes Holländer- Holz, gemeines Bauholz, Sägklöße, Schnittwaare und Schei- terholz geflösset, wozu alle nöthigen Wassergebäude vor- handen sind, Ausserdem wird hier die Forstcultur in allen Gattungen srarf betrieben; hierzu'ist ein Forstka Garten und hinlängliche Saat» und Baum- Schulen aim angelegt, und diese werden noch immer ver- rft.

Meine Art des Unterrichts beschränkt sich- aber nicht blos auf Waldgeschäste.=- J< pflege zwar die mich besuchenden Freunde(denn nur als solche behandle ich meine Lehrlinge) ganz- genau mit der Natur aller Hölzer, mit Blüche, Besruchtung, Einsammlung und Aufbewahrung des Holzsaamens,' Saat und Pflanzung im Freyen, Bearbeitung der Saat» und Pflanzschulen, neuen ganzen Waldanlagen, und allem, was zum Ans bau gehört, so wie mit Behandlung und Benußung desselben, nebst allen übrigen Arbeiten, die dem- Win gen Forstmanne vorkommen, auf dem Flecke bekannt zu machen, da ich sie immer zu den Geschäften bey» ziehe, denen ich, wenn sie nur von einiger Erheblichfeit sind, stets selbst anwohne. Jh pflege aber auch neben dem. den ganzen theoretischen und practischen Theil des Forstwesens in darzu vestgeseßten Stunden auf dem Zim« mer, nach Anleitung der besten Forstlehrbücher, vorzutra« gen, und meine eigene Erfahrung beyzufügen. Ueber« dieß steht zum. fernern Nachlesen jedem meine Bücher« sammlung frey, in welcher fich die besten Forstschriften und mehrere ins ökonomische und naturhistorische Fach eins<lagende Werke befinden. Da aber weder dieses, noch das bloße Waldgeschäft hinreichend ist,'junge Männer in Ansehung der schriftlichen Geschäftsführung dienstsähig zu machen, so werden auch noch neben dem dieselben zu allen in einem, Forstbeamtungsdienst vor«|

fommen-