CITI, Versuche mit allerband Gewsächsen. 617
Die Haupt: Wurzeln sind schräg, jedoch so, daß die kleinen Fäserchen daran ohnbeschä: digt geblieben, wie ein Obst: Baum beschnits ken, die Aeste oder Zweige sehr stark gestußet worden, so, daß der Baum nur 3 bis 4 Aeste, einer halben Ellen lang behalten. Hierauf ist der Baum eingescßt, mit guter lockerer Erde bedeckt und, damit die Erde zwischen den klei: nen Wurzeln sich anlege, in etwas gerüttelt, worauf denn der Baum mit Erde weiter be- worfen, und feste zugetreten, und mit einetn Eimer Teich-Wassers begossen worden. Bey trockenem Wetter ist das Begiessen Morgens und Abends dergestalt fortgeseßet worden, daß man das Wasser an den Baum nach und nach anlaufen lassen. Im Sommer ist der jedess mahlige Sommer: Trieb genommen worden: Auch hat man beachtet, daß, wenn bey Sturm Winden die Bäume nicht so fort wiederum feste getreten worden, ihnen solches Schaden gethan,
Nach Anzeige der Witterung und des zu besorgenden Frostes hat man die Bäume im. Monath October, doch in etwas vom Stamme ab, mit langen Kuh- Mist belegt, auch wohl bey allzu starken Frost, mit Stroh bebunden, gestalten diese Baum: Art in hiesiger Gegend für Wind und Frost gesichert seyn will. Im folgenden Früh:Jahre ist das Stroh von dem
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