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122 LXVIIL. Von dem Rotz der Pferde,
auch mit dem Roßk'der Pferde beschaffen, und ich will den Pferdearzt sehen, der mir vorher sagen soll, daß aus dieser und jener Ursache der Roß und keine andere Krankheit nothwendig folgen müsse.
Uebernatürliche Arbeit, Hunger, ungesun/ de Futterung und dergleichen könnew diese Krankheit oftmahls zur Folge haben, denn wir bemerken, daß sie zu Kriegszeiten am häufig? sten verspühret wird. Allein alle diese Ursa- hen können auch eben so gut den Wurm und die Räude würken, denn auch diese Krankheiz| ten sind bekanntlich in den Zeiten des Kriegs| und kurz nachher die allergewöhnlichsten. Es ist indessen gar zu angenehm, die Ursachen der Dinge zu wissen, und die ältesten Pferdeärzte haben sich dieses Vergnügen am allerwenigsten versagt. Von den nächsten Ursachen und dem Sißk dieser Krankheit sind also verschiedene Meynungen vorhanden, die dem Leser, der sie glaubt, die angenehme Empfindung einer neuen Erkänntniß, und dem, der daran zweifelt, die Freude einer bessern Einsicht schenken wird.
Die ältesten Pferdeärzte haben geglaubt, es, entstehe der Ausfluß des Roßes daher, wenn einem Pferde durch grosse Kälte das Gehirn verfrohren und solches nachmals bey gelinder
Witterung wieder zum Aufthaquen gelanget wäre,


