Jahrgang 
5 (1769)
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476 XXXII. Mittel wider allerhand Krankh.

Kühe kaufen will, der kaufe solche, deren Alter er gewiß wissen kann, oder die zum höchsten nur zwey oder dreymal gefalbet haben. Wenn eine Kuh über zwölf Jahr alt ist, so taugt sie nicht viel mehr, als zum mästen und schlachten, Denn ob die alten gleich mehr Milch geben, als die jungen, so können es doch die alten so lange nicht mehr treiben, als die jungen, die von Ta- ge zu Tage zunehmen und immer bessere Nuk« fühe werden.

2.) Was beym Ankauf der Kühe zu be- merfen?]

Auf den Markt werden selten gute Kühe gebracht, es treibe denn jemanden die äusserste Qoth dazu: Man muß daher mit Bedacht, und nicht so bald von einem, der uns am ersten vorfommt, faufen, denn von guten Zuchtvieh fommt wenig zu Markte, wenn es nicht einen Mangel an sich hat, Am besten ist es, wenn man von bekannten Leuten faufet. Die besten Kühe sind sonderlich die, so von edler, grossen Art, grossen Bäuchen, ziemlicher Länge, wohl- gewachsenen Gliedern, und sonderlich von gu« ten Milchzeuge sind, und denen es daneben an Lust zum fressen, Freude zu springen, auch an guter und gesunder innerlicher und äusserlicher Zeibesbeschaffenheit nicht ermangelt. Man muß bey dem Kaufe zusehen, ob sie die Zähne

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