Jahrgang 
2 (1818)
Seite
406
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mehr oder. weniger: die, Ueberxeſte einerThierwelt, aus den Bewohnern der Wäſſer, namentlich.Conhy- lien, als bildliche Ueberbleibſel untergegangener. Thier- geſchlechter. Am häufigſten finden ſich. dieſe.petrificir- ten Meerbewohner. in derben Kalfſteinfldtzen; hin.und wieder in. ſo großer Menge, daß man glauben möchte, ſie wären mit Fleiß zu; großen Bergenaufgehäuft, Der bekannte. Muſchelmarmorx beſteht faſt:ganz aus ſolchen gleichſam zuſammengelneteten verſteinten Con- <ylien.. Seltener finden, ſie ſich in Kreidelagern, und Hier gewiſſermaaßen als» heterogene Fremdlinge in Kieſel; geformt und gusgebildet; noh. ſeltener, faſt gar nicht mehr, in Gypsgebirgen,. Dieſe«beyden leßten Flözformationen*) mit kalfichter.Grundlage ſind wahrſcheinlic) alſo. jüngern Urſprungs ,. und

"*) Kreide und Gyps ſind riach den Anſichten der neues ten Geognoſren wohl nicht zu den Flwzformationen zu rechnen. Erſtere hält man. für einen, im Heerde der Vulkane zerbrannten, und dann unordentlich ausgeworfenen Kalkſtein, dex nach Verluſt- ſeines Kryſtalliſationswaſſers nur einen erdigen Bruch zeigen konnte, obzleic) er wieder kohlenſauer gewor» den iſtz lekterer, der Gyps iſt durd) Auflöſung der Kälkferde in Schwefelſäure entſtanden/ die ſich bey vulkaniſchen Ausbrüchen,- auch jetzt noch ,' ſo häufig entwickelt. In der Kreide wurden die organiſchen Ueberreſte dur< das Feuer zerſtört, im Gypſe aber durch die! Schwefelſäure zerfreſſen, und'der übrigen Kalkmaſſe gleich gemacht. Das jüngere Alter der- ſelben würde ſie wohl nicht voy Vertniſhungen mir Schaalthieren'geſchüßt" häben, da die Gewäſſer jekt eben ſo belebt ſind, als ehedem, A. d,R,