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tage in Sternberg, Nicht überſah ich die Auf- hebung der Leibeigenſchaft, eine durch den Zeitgeiſt nothwendig gewordene Abänderung, Wohl haben die Bedenklichkeiten Grund und die Beſorgniſſe, welche Sie in Hinſicht dieſes Gegenſtandes mit Scharfſicht gußern. Es könnte immer ſeyn, daß Meclenburg mehr noc das Unangenehme im Anfange erführe, wie wir es hier empfunden haben,-
Schon vor zehn Jahren hob Guſtav IV. dag Verhältniß der glebae adscriptorum zu den Gutsz- herrſchaften in unſrer Provinz menſchenfreundlich*auf, Dies war lange ſchon der Wunſch aller Landeseinge- ſeſſenen geweſen, dor hat die Folge nicht gezeigt» durch ſolche Aufldſung ſeyen bis jetzt- ſorderlihe Gewinne erzeugt,
Es fand bey uns, geliebter Herr Profeſſor, ein überaus glücklicher Zuſtand ſtatt, Ob es auch Aus- nahmen habe gegeben? wer wollte daran zweifeln; Der Unterthan, ſo wurde er damals genannt, konnte nie in Verlegenheit kommen, Er durfte nur an ſeinen Herren ſich wenden und derſelbe ſorgte für ihn als Vater, Es herrſchte unter ihnen eine Liebe und eine Gegenliebe, die eine wechſelſeitige Anhänglichkeit ge- bahr, die den Menſchenfreund entzü>kte, Rath, Be- lehrung, und Hülfe fehlten nimmer, Dex Herr konnte angeſehen werden als ein wahrer Wohlthäter, förder- lich ſeinen Leuten zum Guten, dur Beyſpiel nicht


