Jahrgang 
1 (1817)
Seite
394
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77. SIO:(=

- Befkaänntlich entſteht dieſe Krankheit, die am meiſten im Frühjahr, wenn das Vieh zuerſt auf die Weide kommt, manches Thier wegrafft, vorzüglich vom Ge- nus ſcharfer Kräater, JIuſonderheit wird da, wo Holzweide iſt, das Vieh am mehrſien damit geplagt, "Man will beſonders dem Eichenlaube die Schuld geben, das von den Thieren, ſo lange die Weide noch knapp iſt, aus Hunger mit verſchluFt wird, I< kenne einen Ort, wo faſt in jedem Frühjahr aus Mangel an Fut- ter das Vieh, ſo bald nur ſic) etwas Grünes bli>ken ließ; ins Holz getrieben. ward. Der Erfolg war in zedem Jahre gleich, Das Vieh ward vom rothen Waſſer befallen und einige Häupter krepirten beſtändig, Der Predigerfrau dieſes Orts,=- es war ein Bauer- dorf,= die ebenfalls ſchon manche ſchöne Kuh auf dieſe Art eingebüßt hatte, ward gerathen; den Winter Hindurch trofnes Eichenlaub ſammeln zu laſſen und dies bis gegen das Frühjahr aufzubewahren, Von dieſem Eichenlaube ſollte ſie, einige Wochen vorher, ehe das Vieh zur Weide getrieben würde, anfangs etwas weniges und nach und nach in verſtärkten Gaben vem Vieh unter das gewdhnliche Futter mengen laſſen; die Thiere würden ſich auf diefe Art an den Genuß deſ- ſelben'gewöhnen und gegen diefe Krankheit" völlig ge- "fichert ſeyn, Dieſen'Rath hat ſie nun ſchon feit mehre- ren Jahren befolgt, und ſo lange ſie ſich diefes Mittels bedient hat,'iſt keine Spur von dieſer Krankheit unter ihren Kühen bemerklich geweſeu, K.