Jahrgang 
1 (1817)
Seite
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nur'mergelny, dann würden ſie bald ein beſſeres Anſehen gewinnen, und Früchte geben; dies habe ey geihau- und daher ſey die Veränderung in ſeinen Bäumen ent- ſtanden,*) Sein Verfahren wäre folgendes:

Er führte im Winter ſo viel Karren mit Mergel; wie er zu bedärfen glaube, in ſeinen Garten, Die- ſer bliebe bis zum Frühjahre in Haufen liegen, damit er durchwiitere und loFer werde; im Frühjahre grabe er die Erde von den Wurzeln der Bäume rund 5 um deu Baum herum ſo- ab, daß viele Wurzeln ov. frey zu liegen kämen, hierauf brächte er den gelo&erien Mergel dicht auf die Wurzeln, je uach der verſchiede? 5 nen Größe des Baums mehr oder weniger, und fügte uod Mergel mit Erde vermengt hinzu, zuleßzt fülle er die Grube mit der herausgeworfenen Erde wieder » zu.== I< laſſe nun gegenwärtig bey meinen Franken Bäumen Mergel in Haufen anfahren, und werde dies Mittel im Frühjahre anwenden, beſon- ders bey den ſc<wachen Bäumen. I glaube gern, daß nach dem, was ich auf der Ziegeley geſehen habe, im den Verluſt meiner Bäume abwenden, und wieder Früchte exndten werde, Einigen werde ic) mehr, andern weniger Mergel geben, nm ſo auch in der Menge, welche nußbar angewendet werden muß, Erfahrungen zu ſammlen. Daß man auch hier des Guten zu viel thun kann, iſt wohl mdglich, ich gedenfe auf 4 mittelmäßig große Bäume mit einer gewöhnlichen Karre auszureigen, Glüct dies, ſo wäre es wirklich eine neue vortheilhafte Anwendung des Mergels, und glſo ein wiederholter Beweis ſeiner Nußbarkeit« gt Mir deln zin &) Eben dieſe Erfahrung hat unſer Herr Doctor Gerke

bereits an ſeinen Weiden und mehrern Obſtbäumen gemacht, A. d, N.

(Der Beſchluß folgt.)