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G. 8. Procedur bei verſchuldeten Gutsbeſißern."
Sind nun Schuülden vorhanden, ſo beköwmt der Gutsherr diefe Billets nicht in die Hände, ſondern er ſiſtiret ſich in Röſko>X zur Unterſchrift und Stempeluvg der Billet3, und die Caſſe zahlt damit den 1ſten Guts- Gläubiger ab, der jura cess2, oder 1ſte Hypothek'hat, Will dieſer, wie dieſes im Anfange ſich zutragen kdnnte, keine Billets, ſo bezahlt die Caſſe ihm ſein Capital baar aus dem nachher angezeigten Fond, Der Gutsbeſikßzer kömmt alſo auf 6225 aus den 4 und 5procentigen Zin- ſen, und leiſiet dagegen nichts, als daß er der CaTe bis dahin, daß ſie ſeine Billets in Cours hat, 4 Procent vergütet, welches aber aufhört, ſobald feine Billets angebracht ſind, und welches nie über ein Jahr dauern kann. Er hat mithin ſeine Schuld ſo permutirt, daß er hinführo von einem Theile derſelben keine Zinſen mehr giebt,
Ya 9»* Modns; wenn derſelbe keine S<hulden hat.
Conſtiret hingegen juriſtiſch ,- daß der Gutsbeſitzer keine Schulden hat, ſo werden ihm in vorliegendem Falle, wo ſein Guth 240020 Rthlr, werth war, ſeine 6000 Rthlr, in Billets behändigt, und er bringt ſelbige ſelbſt in Cours=- theils zur Completirung ſeines In-


