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deun ſie hatten ihnen Naſen und, Ohren.: abge- hauen«;
Von Utrecht nach Amſterdam fängt der Weg an ſich allmählich zu ſenken und von der leßzten „Station bis Am ſfterdam ſieht man wenig Häuz ſer und Gärten, weil man/ſich zwiſchen lauter Wieſen und Weiden befindet» Hier gehet das Vieh zum Theil bis an den Bauch im Graſe und wird uoch überdies wit Bier- Trebern und andern Dingen gefüttert. In ver Nähe der kleinen Landwirthſchafts- Gebäude hat wan kleine-Plätze abgeri&et- w0 man Kälber, Ham- mel und Schaafe,. ja! ſelbſt gewaſchene Schweine graſen ſiehet, Die großen ungemein viel Milch gebenz den Kühe- deren Eater bis über die Heßen herab hingen, Kälber von 2 bis 390 Pf, ſchwer, und Ham? mel, mit welchen die unſrigen verglichen faſt nur wie Cämmer ins Auge fallen würden, gewähret dem, der für Viehzucht und Dekonomie ſich intereſſirt, einen genußreichen Anbli>, Ueber, das gewichtvolle hanz velsreiche weltberühmte A mſterdam noch etwas ſagen zu wollen, das gehdret nicht hieher, Cnormer Reichthum und große Armuth, beſonders unter den Juden, ſind dort ſehr hervorſiechend» Ich hatte hier ſogleich am erſten Abend den großen Genuß, die Ma- dame Seſſi vom Wiener Hof- Theater ſingen zu hdren, Die ebnen Kirchen, deren Thürme faſt alle mit GloFenſpielen verſehen ſind, imponiren ſchr; noch


