beſſern Kultur fortſchreitet, ſo wird es zuverläſſig nicht fehlen, daß er nicht nach und nach ſich von ſelbſt von dem großen Nutzen und von der Anwendlichkeit der Stallfütterung überzeugen ſollte, und ich) möchte alles darauf wetten, daß unſer Bauer- wenn man ihm auf die hier vorgeſchlagene Art nur den Weg unvermerkt vorzeichnet, mit Wechſelwirthſchaft und Stallfätte- rung ganz von ſelbſt früher in Ordnung kommen wird, als unſre größern Gutsbeſißer und Pachthdfe« Dies iſt auch ſehr natürlich, Der größere Landwirth muß ſich auf ſein Geſinde verlaſſen, über deſſen Schlechtig- keit und immer größer werdende Verdorbenheit immer jautere Klagen erſchallen, Der Bauer hingegen kann ſelbſt Hand anlegen, ſelbſt ſeinen Leuten, die oft uoch dazu ſeine eignen Kinder ſind, vorarbeiten 3; kann alle E>en und Winkeln. ſelbſt durhſtdbern,= und braucht ſich nicht auf nachläßige Aufſeher zu verlaſſen. Das iſt ein großer Unterſchied! Unſre größern Oekonomen, oder doch gewiß der größte Theil von ihnen, ſind recht gut davon überzeugt, wie vortheilhaft es iſt, mit Ge- treideſaaten und Kleeoder Hülſenfrüchten abzuwechſeln, Sie wiſſen es gewiß recht gut, daß ſelbſt ſolcher Aer, der von Natur keinen Klee, Erbſen oder Widen fort- bringen würde, ſchon allein durch Mergel dahin gee bracht werdeu kaun, daß er dies alles mit machen muß, mithin unſre Fütterung, woran es uns noch ſo ſehr Fehlt, anſehnlich dabey gewinnen würde, Gewiß, 86
Jahrgang
1 (1817)
Seite
98
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