Jahrgang 
1 (1817)
Seite
96
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wird ihn nach und nah aufſchreFen, oder wenn dies auch nicht ſeyn ſollte, ſo bleibt er ja nicht ewi«s auf der Stelle z ſein Nachfolger wird gewiß ſchon klüger gez wörden ſeyn, und ſo wird die beſſere Kultur ſich ſchon allgemeiner verbreiten, Jeßt iſt aber der Fall gräde uingekehrt. Der ſc<lec<tere legt dem Beſſern Hinder- niſſe in den Weg, mithin wird die Aufmunterung zur beſſern Kultur, ſo lange die verderblichen Kommunio- nen bleiben, erſtickt; da ſie dagegen durch die Sepära- tion gefördert wird, Dies ſollte man do ja beher- zigen!==

Um aber unſern geringen Landmänn an beſſere Kultur- Methoden, vorzüglich an einen vernünftigen Fruchtwechſel, an Etallfütterung, Mergeln, u. ſ. f. zu gewdhnen, dazu hat nian ebenfalls Mittel genug in Händen. Vorausgeſelzt, daß der Ingenieur, der das Geſchäft der Separation und Parcelirung betreibt, zus gleich Oekonom iſt,= wie dies in einem ſolcheu Ge- ſchäfte wohl eigentlich verlangt werden müßte,= ſo würde er ſchon während der Regulitung die Leute mit der Hauptſache, wie ſie künftig ihre Wirthſchaft ein- richten wüßren, bekannt machen kdiüvnen, und nach vollenderem Geſchäft müßte er eine ſchriftliche In- ſtruction hinterlaſſen, um dem Gedächtniſſe der Leute zu Hülfe zu kommen, und uach der Verſchiedenartigkeit des Bodens und ſonſtiger Ortsverhältuiſſe das nähere Detail genauer zu beſtimmen, Sollte ein ſolcher Plan aud) nicht ſo gleich im Anfange pünktlich erfüllt wer- den, ſo thut dies nichts. Es kommt gewiß die Zeit, daß,» ſey es nun durch das beſſere Beiſpiel eines ſeiner Nachbarn, oder eines nahen Pachthofes, oder ſonſt auf irgend eine Art dem Bauer die Augen gedfnet werden, dawn wird er es bald lernen, was beſſer oder ſchlechter ift und wohl nachahmen,

(Die Fortſetzung folgt,)