Jahrgang 
1816
Seite
790
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<< 90900 Holländer von 13. bis.326l. fürjede Kanne Milch, wie ſie gemolken wird, bezahlen. Für jedes Kalb bezahlt der Holländer 20 und 24 ßl. Manche wen- den gegen dieſe Verpachtungsart ein, es ſey ſehr weitläuftig, jedesmal die Milch zu meſſen; allein dies ſcheint nur ſo, da man, wenn dieſe Art nur erſt eingeführt iſt, es nicht einmal merkt, im Ge- gentheil dadurch die Güte einer jeden Kuh weit mehr beachtet, und dadurch allmählich immer milch» reicheres Vieh zu bekommen ſuchen wird Die Art des Meſſens der Milch iſt daher ſo leicht, wenn die Eimer des Holländers nach Kannen abgemeſſen, und dieſe mit meſſingenen Nägeln bemerkt worden ſind. Auf dieſe Art wird es dem Mecklenburger Landwirthe eben ſo gut möglich ſeyn, 20 Rthlir. und.mehr-aus jeder-Kuh zu machen, wie in Hol- ſiein, wenn vas Vieh erſt. von ſolcher Güte wie in Holſtein ſeyn wird, und man ſich entſchließen kann, dann die Ochſen abzuſchaffen, die nur bey einer ſehrgroßen Heuwerbung ohne Nachtheil der Kühe bey einzelnen Gütern beybehalten werden könnten. Gleichfalls muß die Schaafweide ganz von der Kuh- weide getrennt bleiben.

Ein Hollſteinſher Landwirth.