wo ſie mit Hafergarbet, Hexel, Kohlblättern und und Runkelrüben gefüttert wurden.
Nach 7 Wochen des Mäſtens, am raten Decem- ber 1815 ward die eine geſchlachtet, welche etwa 250 Pfund ſchwer war(mehr wiegen unſere Crivißer Landkühe gewöhnlich nicht:) und am xoten Ja- nuar die andere von eben der Größe, Die erſte hatte 26 Pfund Nieren- und 18 Pfund ſonſtiges Talg, alſo in allem 44 Pfund, Die zweyte hatte 24 Pfund Nieren- und'17 Pfund anderes Talg, mithin zuſammen 47 Pfund. Beyde hatten vor- züßlich gut durchwachſenes fettes Fleiſch,
Beyde Kühe hatten Kälber bey ſich, von der Farbe unſers blauen Jütländer Bollen. Sie wa- ren durchaus geſund, nur war der rechte Lungen- flügel, ſo lang er iſt, au den Nibben angewachſen, hatte auch an vielen Stellen die Geſchwüre, wovon ich oben geſagt habe. Die Materie dieſer Ges- ſchwüre war aber mit einer dicken Haut umgeben, übrigens war ſie völlig breyartig, faſt trocken. Der Franke Lungenflügel hatte die gewöhnliche blaßrothe Farbe; ein klein wenig dunkler, wie der geſunde. Auch war er etwas größer, als der geſunde, und hatte nicht völlig die Elaſticität und das ſc<hwamms artige Weſen, das ſich an einer völlig geſunden Lunge findet. Dieſes beſtärkt mich in der Vermu- thung, daß dieſer Lungenflügel dieſelbe Dispoſition


