Jahrgang 
1815
Seite
383
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gebraachte Feld verhält, welches nur am Schluß die Braache erhält, ob die mehrjährige Brache eine ver- hältnißmäß:ge Erhöhung der Fruchtbarkeit bewirkt.

IV. Sollte. die Lehre von der Fruchtfolge- wel- <e ſich auf unleugbare Erfahrungen gründer, nicht auch eben ſowohl ſich mit darauf zurückführen laſſen, daß die eine Pflanze den Boden in einem mechani» ſchen Zuſtand zurückläßt, wel<er dem Wachsthum der nachfolgenden Pflanze mehr zuſagt, als wenn eine andere Pflanze vorhergegangen,-Die-Schoo- tenfrüchte z. B. mit ihren Pfahlwurzeln hinterlaſſen eine Beſchaffenheit des Ackers, die, dem äußern Anſehen nach, mehr Aehnlichkeit hat mit dem Zus ſtand, den die Braache giebt. Sie mögen den Bo- den vielleicht eben ſo ſehr, vielleicht mehr aus der Tiefe ausſaugen, wie die Halmfrüchte, hinterlaſſen ihn aber in einem mechaniſchen materiellen Verhält- niß, welches, wie die Braache der Vegetation mehr zuſagt. Der Rocken gedeihet nach: dem Hafer beſſer, als nach der Gerſte, vielleicht nicht darum, weil jener weniger auszieht; ſondern. weil ſeine Wurzel oder ſein Wachsthum den Boden in; einer mechaniſchen Beſchaffenheit zurückläßt, die dem Wintergetraide vortheilhafter iſt. Vielleicht nährt ſich die Gerſte mehr aus der Oberfläche und dex Hafer dringt tie? fer. Eben aus dieſem Grunde wächſt die Gerſte vielleicht beſſer nach Rocken; als nach Waizem.