Jahrgang 
1815
Seite
369
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zu der Zeit des Nordiſchen Krieges, welcher Mecklen- burg von 1711 bis 1720 drückte.= ließ er ſich bey der Uebergabe der Veſtung Wismar an die- nen als Unterhändler gebrauchen.*) Es glückte ihm auch die Capitulation' in der Art zu Stande zu bringen, daß die Ruſſen, welche im Anmarſch wa- ren, von der Mitbeſeßung der Veſitung ausgeſchloſ- fen blieben. Was er hier zum BVeſien des Landes gewirft hatte, wurde der Grund zu ſeinem nach- mahligen Verderben. Denn Peter der Erſie, der in Meiklenburg feſten Fuß gewinnen wollte, und ſeinen Plan durch von der Lühe hintertrieben glaubte, verfolgte nun, in Gemeinſchaft mit dem Herzoge von Me>lenburg Carl Leopold denſel- ben aufs äußerſie, und die Güter Panzow u.ſ.w. wurden durch eine Einquartirung von dreyhun- dert Dragonern und Eintauſend Pferden gänzlich ruinirt. Der Schade war um ſo größer, da er ſelbige zum Theil ſchon 14 Jahre vor den Kriegsunruhen eifrig cultivirk, und daſelbſt eine neue Wirthſchaftsmethode eingeführt hatte, die ihu zum reichen Manne gemacht haben würde,bevor«- ab,"= wie gedachte Schrift ſich ausdrückt,=-- da er dermahlen der Anfänger in Mecklenburg nwar und mithin auch davon um ſo reichlicher

*) Siehe Hane Ueberſiht der Meclenburg. Geſchichte P23, 438. A. d. Verf.