Jahrgang 
1815
Seite
312
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es doch nicht leicht auf dem lockeren Flachs?, Kar- Foffel- und Tahakslande, wenn dieſes Land auch noch ſo ſiarf gedüngt worden iſt. Sollte der Acker ſich im Winter und Frühling nicht vielmehr feſt genug liegen, wenn er anders natürliche Feſtigkeit hat? Wo Lagerforn entſiehen ſoll, da müſſendoch auch ſtarke und kraftvolle Halme ſeyn, ſonſt lagert ſich das Korn wohl nicht leicht., Daß Lagerkorn nicht viel taugt, darin gebe ich dem Herrn Verfaſſer gerne recht. Zu e,) Ueber die Beſaamung des Ackers u.ſ.w.

Ich kann es wirklich nicht glauben/ daß unſere Landwirthe beym Säen des Getreides ſo ganz gleichgültig ſind. Weiß es doch der Bauer und faſt jeder gute Säemaun, daß man in naſſen Gründen mehr Korn fallen laſſen müſſe, als auf ebenem Felde, und daß man einen magern Acker nicht überſäen müſſe, um nicht kleine Aehren oder ſogenannte Knippähren zu erhalten. Wer einen ſehr geilen und fetten Boden recht dict mit Weißen beſäet, der erhält beſtimmt Lagerkorn 3; wo man dieſes nicht zu befärchten hat, da kann utan die Mittelſtraße halten. Ueberhaupt kann das Som«- merkorn weit eher zu dick geſäetwerden," als das

Winterkorn, weil dieſes oft von übler Frühlings-

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