Jahrgang 
1815
Seite
165
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alten Saatrockens'gegen die friſche Saat betref fend, kann ich, nachſtehendes melden: I< ſäete im Herbſt 1814= 52 Säcke alten Rocken, welcher ſo eben erſt gedroſchen war und ſogleich ausgeſäet ward ohne weitere. Präparation, Da die Saat- zeit im vorigen Herbſt ſehr trocken war, ſo lag der Rocken ſehr lange ehe er aufging; lief auch nach- mals, zu meiner Betrübniß nur ſehr dünne auf, ſo, daß ich eine ſchlechte Erndte erwartete, und es fäſt ablobte, je wieder alten Rocken zu ſäen. Ich hatte ſchon vorher 24 Säcke neuen Rocken geſäet, der breitete ſich vortreflich aus. Auch ſäete ich, am Ende der Saatzeit abermal neuen Rocken, der ebenfalls gewaltig prahlte. Die Saat von dem alten Rocken ſtand gegen die neue Saat ſo auffal- lend zurück, als wäre hier gar nichts geſäet. Noch in dieſem Frühjahr war ich in großer Beſorgniß, daß ich nichts bauen würde. Aber bey der ſchönen Witterung im April fing dieſe alte Rockenſaat an, ſich zu erhohlen. Als aber bald nachher wieder ſchlechtere Witterung einfiel, verlohr ſich die Pflanze wieder und ſah traurig aus.. Ueber all mein Er- warten kann ich aber izt Gott lob! ſagen, daß mein alter: Rocken mir nicht nur meine Scheuer füllt, ſondern auch nach alleu Anſichten faſt. noch einmal ſo ſchwer an Körnern iſt,-als der, von der neuen Saat. Ziwey gute Garben geben dem Ar- I1*