Jahrgang 
1815
Seite
126
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Ausſaat auf dem Boden behalten kann. Ich habe lange nicht gewuſt, wie England ſeine große Men- ſchenmenge ernähre, bis ich die Sache nun ſelbſt mit. angeſehen habe. Es erſpart die Hälfte ſeiner Weißenausſaat, oder= um nicht zu viel zu ſagen! weil denn doch auch nicht die ganze Ausſaat gedrillt wird, ein Drittheil derſelben. Dazu gewinnt es nun im Ertrage auch ein Drittheil mehr, als wenn es mit der Hand ſäete. Hierzu kömmt dann auch ſein ſiarfer Futterkräuter- und Futtergewächsbau in und ſtatt der Brache= mithin da, wo wir nichts bauen= und das damit gemäſtete viele fette Vieh, und endlich die regelmäßige, keine8wegs ſchwelgeriſche Lebensart, der Engländer." Das ſind die Urſachen, warum England= wenn keine Miß- erndten kommen== nie Hunger leiden wird, denn wer gutes Fleiſch hat, bedarf nur wenig Brod. Alſo für den Privatmann, wie für ganze Länder iſt es wichtig, weim an der Ausſaat erſpart werden kann, ohne den Ertrag zu ſchmälern. Dieſe Er- ſparung der Ausſaat deckt völlig die Koſien des größern Kraftaufwandes. Aber

2) der Ertrag iſt auch immer bey comparativen Verſuchen ein Fünftheil, ein Viertheil und oft noch mehr von völlig gleicher Quadratruthenzahl, vor- züglich bey Weißen, Bohnen und Linſen. Bey Roten habe ich oft keinen ſonderlichen Unterſchied