= LWD dees
die gewöhnlich die Hälfte der ganzen Pacht- ſumme beträgt.
3. Eine beſtimmte Summe für ſeine Mühe, die
er als Pächter hat.
Da nun die Preiſe des Vieh's ſich immer ziem» fich gleich ſind, da ferner die Fruchtpreiſe ſelten inerflich fallen, ſo kann ein ſolcher Mann eigentlich ohne Nahrungsſorgen leben. Wir machen zwar auch ſolche Anſchläge mit vieler Genauigkeit, und wer ſie mit gut geübtem Auge in der rechten Jahrs- zeit macht, der muß die Scheffelzahl der zu gewin- nenden jährlichen Körner bis auf eine halbe Laſt vorherſagen können. Aber am Ende iſt doch: der Calcül vergeblich, weil.bey uns die Fruchtpreiſe ſo außerordentlich ſ<wanken/ und allemal davon de- pendiren, ob das Ausland kauft oder nicht. Der engliſche Pächter ſeiner“ Seits macht auch einen Anſchlag; und fragt lediglich
„„ wie hoch er das Capital anlegt, „was er zu der Pachtung gebraucht? denn! eine Pachtung wird, wie jedes andere fauf- männiſche Unternehmen, als eine Gewinn abwer- fende Handlung( Speculation) betrachtet, und deßhalb findet man auch nie einen Landmann, der kaufen wollte, wenn er auch könnte, ſondern ein jeder will vachten. Hat er als Eigenthümer ein kleines Gut, was ihm nicht genug Ausbeute giebt,


