Jahrgang 
2 (1807)
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Ankündigung

der Grundſäße des rationellen AFerbaues von Gehei- menrath Thaer, in 4 Bänden gr. 410-

Theils die unangenehme Erfahrung daß meine- Lehre in Bruchſtu>en, off ziemlicß anſtellt, umhergetragen wird, theils das Bedürfniß, meinem mündlichen Vortrage, eine feſte Ba- ſis unterzulegen/ beſtimmt mich nun, mit der Herausgabe dieſes Werks zu eilen. J<h glaube vemſelben jezt, nach'ei- ner xojährigen Bearbeitung- diejenige Vollendung geben zu können, die mir bei einem folchen Werks, bevor es dem Pu- blikum mitgetheilt wird, nothig ſcheint,

Es geziemt fi) nicht, über die Wirkung utid den Nußen zu reden, den ein Verfaſſer von ſeinem Werke erwartet. Nur dies darf ich hoffen; wer meinen bisherigen, minder äusgear-= beiteten,-nur fragmentariſchen Schriften, in dieſem Fache ſeinen Beifall geſchenkt hat, wird in dieſem Werke/ dem hd here Anſtrengung gewidmet'worden, und dem eine weit gro2 ßere Maſſe von geſammelter reiner Erfahrung zum Grunde liegt, mehrere Aufelarung und Befriedigung finden, als. er in jenen gefunden hät. Cs wird in kurzen, aber beſtimmten und klaren Sätzen, den ganzen Umfang, der auf Erfahrung gegründeten Landwirthſc<aftslehre, wiſſenſchaftlich behandelt, enthalten 3; jedoM mit Ausnahme des Forſtweſens, der Bäume zucht, der Gärtnerei, des Weinbaues, der Bienenzucht und Jagd, indem ich in dieſen Fächern, nac dem, was wir bes Feits darüber haben, die Wiſſenſchaft zu befordern, mir nicht anmaße. Nur inſofern ſie in das ganze Maſc<hinenwerk des wirthſchaftlichen Gewerbes eingreifen, und die Regeln des Bes triebes dieſer Zweige aus denſelben allgemeinen Grundſägen abgeleitet: werden konnen/ werde im ihrer erwähnen. Die techniſchen, mit der Landwirthſchaft häufig verbundenen, oder zu verbindenden Gewerbe, werde ich dagegen abhandein.

I< hoffe, alles ſo darſtellen zu können, daß man nach den Reſultaten des jezigen menſchlichen Wiſſens, die ganze Lehre des ländwirthſchaftlihen Gewerbes, in allen"ihren Theilen und in ihrem Zuſammenhange, klar und beſtimmt überſehe; ſo daß das Schwankende und Einſeitige der Meia nungen und Anſichten gehoben und alles auf feſte Gründe zurückgeführt werde, voraus geſeßt, daß man mit gehöriger Erwägung jedes Satzes und mit Beziehung des einen auf den andern, das Werk ſtudire. IH werde mich eines mög ligſt Flaren Vortrages befleißigen und die Worte im populäa» ren Siune gebrauchen, oder aber den davon abweichenden Begriff derſelben genau beſtimmen, Allein im muß mit Wor2 ten ſparſam ſeyn und Wiederholungen vermeiden, und des- Halb darf kein bedeutendes Wort in dieſem Vortrage überſe» hen werden,

Um dem Werke die völlige Ausfeilung geben zu können, wird alle halbe Jahre nur ein Band erſcheinen, von 2 Alpha- bet im Dyr<ſ<nitt, und, der höufig vorkommenden Tabel»