Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1769
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Neue Borrichtung

Waſſers über dem Gefäße. Macht man oben in dieſem Gefäße eine Oefnung, ſo fährt die eingeſchloſſene Luft da heraus, mit einer Stärke und Geſchwindigkeit, welche der Höhe des Waſſers gemäß iſt, und das Gefäß wird mit Waſſer erfüllt. Verſchließt man dieſe Oefnung wie- der und zieht das Gefaß nun aus dem Waſſer heraus, ſo erhebt ſich wegen des Druckes der Atmoſphäre auf das umliegende Waſſer, alles Waſſer mit, das in das Ge- faß getreten war, und wiegt mit dem Gefäße. Macht man nun die Oefnung wieder auf, ſo fällt dieſes Waſſer nieder, und die Luſt dringt mit einer Geſchwindigkeit hinunter, welche der Waſſerſäule gemäß iſt. Hat das Gefäß zwo Oefnungen, die mit Ventilen verſehen ſind, von denen eins ſich einwärts öfnet, das andere auswärts, ſo werden dieſe Ventile, nachdem man das Gefäß über die Waſſerfläche erhebt oder niederſenkt, abwechſelnd ſich öfnen und ſchließen, und ſo wird in dem Gefäße ein Lufte wechſel entſtehen, den man durch Anbringung dienlicher Rohren leiten kann wohin man will, wie ein nach dieſem Grunde eingerichtetes Modell am beſten weiſet.

ABCDI, Taf, 1. Fig. iſt ein Cylindriſches Waſſer- gefäß, auf einem Fuße EF, von dem'zwo Säulen EG, FH, aufwärts ſtehen, und das Querbret GH tragen, Durch dieſes Querbret, geht eine Luftröhre IK nieder, die ſich oben in eine Querröhre 1 M öfnet, darinnen ſind zwey Ventile, a, b, beyde öfnen ſich nach einer Seite.

Der Hals der Glocke ſelbſt, NN, paſſet genau um die niederwärts gehende Röhre 1K; Er iſt mit Wolle, Tuch, Frieß oder Leder gefüttert, und kann alſo leicht an ihr auf und nieder geſchoben werden, ohne daß allzuviel Luft zwiſchen durch geht, An der Querröhre Enden, L, M, befeſtigt man lange Luftröhren, die nach Herrn Venturas Art gemacht ſind, und leitet ſolche wohin man will,

Fullt